Impulse - Mails für Erziehende

Diese Mails verfasste ich vor vielen Jahren zu verschiedenen Fragen und Themen, die für das Leben und die Arbeit mit Kindern bedeutsam sind. Nach wir vor sprechen sie motivierte Eltern, Pädagogen und Therapeuten an und inspirieren sie zu einer bindungspädagogischen Sichtweise.

Seit November 2009 wurden die Impulse – Mails für Erziehende über meine Homepage kostenlos versendet und sind bis heute dort zu beziehen.

Ich betrachte darin einzelne Punkte von Erziehung, Beziehung und Entwicklung aus einem bindungsorientierten, entwicklungsbezogenen und haltgebenden Blick und rege zu einer vertieften Sicht der Zusammenhänge an.

Dabei spreche ich auch die 'pädagogischen Missverständnisse' an, die sich im Laufe der Jahrzehnte durch ungenaue Definitionen der Begriffe etabliert haben und damit eine klare Betrachtung der Sachverhalte verhindern.

Solange wir noch unbedacht Freiheit mit Grenzenlosigkeit,
Autorität mit Unterdrückung und Konsequenz mit Härte gleichsetzen,
bleiben die positiven Wirkungen einer haltgebenden Erziehung außer Kraft.
Solange wir Wünsche mit Bedürfnisse oder Nachgiebigkeit mit Liebe verwechseln,
wird die daraus folgende Inkonsequenz nicht nur die Erziehung,
sondern auch die Beziehung zum Kind belasten.

Daher möchte ich alle offenen, wachstums- und entwicklungsfreudigen Eltern, die mit Herz und Verstand das Heranwachsen der Kinder begleiten wollen, mit diesen Texten in ihrer wichtigen und anspruchsvollen Aufgabe unterstützen.

Suchen und finden wir also neue Wege
zu einer gelingenden Erziehung,
einer gesunden Entwicklung 
und einem liebevollen Miteinander

Impulse – Mail No 1:   Verwöhnen und Gewöhnen

Die Debatte zwischen den Generationen, ob und wie junge Eltern ihre kleinen Kinder 'verwöhnen', will einfach nicht enden. Deshalb betrachte ich dieses Thema hier ausführlicher und decke die zugrundeliegenden Missverständnisse auf, denen sowohl die 'alten' als auch die 'jungen' Eltern unterliegen. Und JA – Kindern können tatsächlich 'verwöhnt' werden. Lesen Sie hier, was das bedeutet, wie es geschieht und wie Sie es vermeiden können

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Impulse – Mail No 2:   Hören und Gehorchen

Angeregt durch die Fragen, die mir in den Elterngesprächen so oft begegnen, bespreche ich in diesem Text die Überlegung, ob ein 'Gehorchen' oder 'Folgen' noch zeitgemäß ist und wie es sich auf die Entwicklung der Kinder auswirkt. Dazu gehört auch die Betrachtung, wie das 'Folgen' beziehungsweise das 'Nicht-folgen' das Zusammenleben in der Familie konstruktiv oder destruktiv beeinflusst

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Impulse – Mail No 3:   Provozieren und Ignorieren

Hier spreche ich über die Frage, ob das Provozieren der Kinder tatsächlich 'nur' nach 'Aufmerksamkeit' sucht oder ob es eine tiefer gehende Bedeutung hat. Durch die erweiterte Betrachtungsweise der sehr missverstandenen Begriffe, zeige ich zudem auf, wie sich ein angemessener Umgang mit diesem vermeintlichen Fehlverhalten gestalten kann und wie sich dadurch die Beziehung zwischen Eltern und Kindern deutlich verbessert

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Impulse – Mail No 4:   Konsequenz und Konsequenzen

Diese Mail betrachte ich als Appell an die Verantwortlichkeit von Eltern und Erziehern, die konstruktiven Kräfte der Konsequenz und die destruktiven Kräfte der Konsequenzen zu verstehen und ihre Wirkungsweise zu berücksichtigen. Um damit den unseligen und bis heute üblichen „... wenn du nicht … dann ...“ - 'Erpressungsversuchen' der Kinder die Kraft zu nehmen und durch hilfreiche Angebote zu ersetzen

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Impulse – Mail No 5:   Ruhe und Muße

In unserer angespannten und leistungsorientierten Gesellschaft ist die Bedeutung der Muße für die Entwicklung der Kinder und für das Wohlergehen der Eltern fast völlig aus dem Blick geraten. Im Tempo des Tages bleiben viele Bedürfnisse der Beteiligten unerfüllt und erhöhen dadurch den Druck. Ist jedoch der Stresspegel hoch, so sinkt zeitgleich und zwangsläufig das Bindungsniveau – Eltern und Kinder verlieren sich. Abhilfe ist also dringend notwendig

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Impulse – Mail No 6:   Beziehung und Erziehung

In dieser Mail berichte ich über das Zusammenspiel von Beziehung und Erziehung und wie maßgeblich deren Ausgewogenheit für das Gelingen von Erziehungssituationen ist. Beziehung ist ein emotionelles Miteinander, welches von Empathie getragen wird – Erziehung hat stets ein Ziel vor Augen. Wenn die Beziehung im Moment von Stress überlagert ist, verweigert das Kind jedoch seine Kooperation und bestreikt die Zielvorgabe. Also ist es notwendig, zuerst die Beziehungsebene neu 'zu beleben', damit auch die Erziehung wieder gelingen kann

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Impulse – Mail No 7:   Erklären und Erfahren

Kleine Kinder sind intuitive Gefühlswesen. Sie lernen – biologisch bedingt – durch das, was sie erleben und erfahren. Ihnen die Welt kognitiv zu 'erklären' widerspricht ihrem Kind-sein-wollen und Kind-sein-dürfen. In dieser Betrachtung stelle ich das 'Lernen mit dem Kopf' dem 'Lernen mit dem Körper' gegenüber und berichte von der Bedeutung des Erlebens für die zukünftige Denk- und Handlungsfähigkeit des Kindes

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Impulse – Mail No 8:   Medien und Konsum

In diesem Text berichte ich über die physiologischen Auswirkungen der digitalen Medien auf die Entwicklung der Kinder. Dabei geht es hier weniger um die Inhalte des Konsumierten, als um die Wirkung 'der Technik' auf das noch so leicht formbare Gehirn der Kinder. Wie kann – mit dem Wissen um diese Zusammenhänge – der sinnvolle pädagogische Umgang mit den Medien aussehen? Denn der 'Entzug' der Geräte ist weder eine hilfreiche Erziehungsmaßnahme, noch eine Unterstützung der Kinder, sie zukünftig sinnvoll, frei und selbstbestimmt zu nutzen

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Impulse – Mail No 9:   Kinder und Streit

Kinderstreit bringt viele Eltern an ihre Grenzen, wenn sie versuchen – oft genug unwirksam – die Konflikte zu beenden. Deshalb betrachte ich hier das Streiten der Kinder und seine Bedeutung für ihr soziales Lernen etwas genauer. Doch um einen Streit zwischen Kindern 'gerecht' und 'entwicklungsförderlich' begleiten zu können, ist es notwendig, die naturgegebenen Ordnungen in der Geschwisterhierarchie zu berücksichtigen. Denn Kinder wissen im Herzen sehr genau, was gerecht ist – während Erwachsene sich von ihrem Verstand leiten lassen und oft genug irren

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Impulse – Mail No 10:   Bindung und Autonomie

Die Bedeutung der Bindung für Beziehung, Entwicklung und Gesundheit wird erst vollständig verständlich, wenn wir auch die Autonomie mehr ins Bewusstsein nehmen. Bindung und Autonomie sind die zwei gleich bedeutsamen Seiten der selben Medaille – ohne Bindung gibt es keine (wirkliche) Autonomie und ohne Autonomie gibt es keine (wirkliche) Bindung. Alle Eltern möchten, dass sich ihre Kinder zu selbstwirksamen, selbstbewussten und selbstständigen Menschen entwickeln – die Grundlage dafür ist die frühe autonome Verbundenheit und später die verbundene Autonomie

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Impulse – Mail No 11:   Führen und Folgen

Kinder leben – natürlicherweise und altersgemäß – ganz nach dem Lustprinzip. Allein durch ihr Wissen und ihre Reife können Erwachsenen ermessen, welche Handlungen, Regeln und Ordnungen für das Leben und den Alltag richtig und wichtig sind. Deshalb bespreche ich in dieser Mail die entwicklungsrelevante Bedeutung einer vernunftbezogenen Anleitung durch Erziehung. Wenn die Erwachsenen führen und die Kinder folgen, dann zeugt das von einer vertrauensvollen Beziehung zwischen ihnen, die zukünftig in deren empathischem Sozialverhalten sichtbar wird

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Impulse – Mail No 12:   Krisen und Wachstum

Hier beschreibe ich die Bedeutung von Krisen und Konflikten und ihre positive Wirkung auf das innere Wachstum der Kinder – und auf uns selbst. Ich zeige auf, welche Phasen der Konfliktverarbeitung sich vollziehen müssen, damit wir die notwendigen Schritte vom destruktiven Gegeneinander zum konstruktiven Miteinander gehen können. Das Erleben von Konflikten, einem angemessenen Umgang damit und dann die Erfahrung der Wandlung hin zur Kooperation stärkt das Kind in seiner sozialen Entwicklung und schult seine emotionelle Intelligenz

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Impulse – Mail No 13:   Genug und Zuviel

In dieser Mail erfahren Sie Wissenswertes zum Thema 'Genug und Zuviel'. Lesen Sie, wie ein 'Zuviel' im Zusammenleben die physischen und psychischen Kräfte der Eltern verbraucht und die Kinder eher anspruchsvoller werden lässt – während ein 'Genug' die Familie stärkt und die Kinder zu Einfühlungsvermögen, Dankbarkeit und einem gesunden Realitätsbewusstsein heranreifen lässt. Mit diesem Text möchte ich Eltern, Großeltern und Erzieher unterstützen, die eigenen Bedürfnisse achtsamer in den Blick zu nehmen, damit ihre Kräfte noch lange erhalten bleiben. Das freut dann auch die Kinder

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Impulse – Mail No 14:   Chaos und Chancen

Zum Thema 'Chaos und Chancen' haben mich die Herausforderungen der 'Corona-Krise' bewegt, diesen Text besonders für diejenigen Eltern zu schreiben, die seit der Schließung der Kindertagesstätten und Schulen ihre Kinder daheim betreuen und damit oftmals vor enormen Herausforderungen stehen. Eltern wie Kinder sind aus ihrer gewohnten Struktur gefallen – das erleben sie als tiefe Verunsicherung und Haltlosigkeit. Ich bespreche hier, wie durch die bewusste Erfüllung bestimmter Orientierung gebender Bedürfnisse, eine neue Stabilität gefunden werden kann, die Ihnen auch nach dem Ende der Krise wohltuende Stärkung schenkt

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